Die DDR entwickelte im Verlaufe ihrer Geschichte einen leistungsfähigen Landmaschinen-bau, der zuletzt in den 1980er Jahren mit seinen etwa 60.000 Beschäftigten nicht nur das Inland mit Maschinen und Ausrüstungen versorgte, sondern auch eine starke Position im Export inne hatte. Das gute Image der ehemaligen DDR-Unternehmen in Osteuropa hilft heute deutschen Landtechnik-Herstellern: Auch dank jener Exporte erzielten deutsche Landtechnik-Produzenten im Jahr 2005 Rekord-Umsätze.
Im neuen Buch Landmaschinenbau der DDR dokumentiert der Autor mit viel Insiderwissen und aus eigenem Erleben die ostdeutsche Entwicklung der Landtechnik von den Nachkriegsjahren bis zum Ende der DDR. Damit vermittelt er erstmals nicht nur ein eindrucksvolles, umfassendes Bild zum Thema Landtechnik, sondern auch zum politischen und wirtschaftlichen Umfeld dieses Industriezweigs in der DDR.
Die Beziehungen zur Landwirtschaft, zu den Forschungseinrichtungen, zur Zuliefer-industrie und zum Rationalisierungsmittelbau der Landwirtschaft sind dabei genauso berücksichtigt wie die umfangreiche aber auch teils problematische Zusammenarbeit mit den Partnern in den osteuropäischen Ländern.
Schwerpunkt sind die Erzeugnisse des Landmaschinenbaus und die oft beschwerlichen Wege ihrer Entstehung, wobei es gelang, neben vielem Bekanntem auch einige interessante Entwicklungen darzustellen, die den Schritt in die Serienfertigung nicht geschafft haben.
Das reich bebilderte Buch gibt viele neue und interessante Einblicke in die Arbeits- und Gedankenwelt, in die Funktionsweise der Wirtschaftslenkung des deutschen "Arbeiter- und Bauernstaats". Dabei besticht es durch die Verarbeitung von Quellen, die sonst wohl kaum so kompakt wieder zu finden sind.
Der Autor Dr.-Ing. Klaus Krombholz war Forschungsleiter und später wissenschaftlicher Berater des Generaldirektors des Kombinats Fortschritt und ist somit ein profunder Kenner wirtschaftspolitischer Strukturen des DDR-Landmaschinenbaus.
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